Newsletter

08/2018 

###USER_tx_directmailsubscription_localgender### ###USER_title### ###USER_last_name###,

in wenigen Tagen veröffentlichen wir unseren Jahresbericht für das Jahr 2016. Freuen Sie sich mit uns auf viele interessante Berichte über Forschungsprojekte, die durch die Unterstützung der Münchener Universitätsgesellschaft möglich sind. Ein ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle allen unseren großzügigen Spendern.

Unsere Mitglieder erhalten den Jahresbericht per Post, andere Leser können diesen auf unserer Homepage ab 13. Juli downloaden. 

 

545. Stiftungsfest

 

Der Präsident der Ludwig-Maximilians-Universität München, Prof. Dr. Bernd Huber, beehrt sich, zum 545. Stiftungsfest am Freitag, dem 23. Juni 2017, um 13.00 Uhr, in die große Aula, Universitätshauptgebäude, Geschwister-Scholl-Platz 1, einzuladen.

NUR FÜR GELADENE GÄSTE. EINLADUNG BITTE MITBRINGEN. 

 

LMU Alumni

 

Legendär dieser Fernsehabend: Dem einflussreichen Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki sollte von Thomas Gottschalk der Preis des Deutschen Fernsehens für sein Lebenswerk überreicht werden. Allein Reich-Ranicki verblüffte die Festversammlung getreu seinem Motto „Ein Kritiker darf alles, nur nicht langweilen“. Zum Entsetzen des Publikums verweigerte Reich-Ranicki den Preis, weil, so seine Begründung, er anschließend auch Worte des Dankes sagen müsste. Das könnte er aber nicht, denn das Fernsehen sei so schlecht, auch an diesem Abend habe man den Blödsinn zu sehen bekommen. Ein Dank für eine solche Auszeichnung käme nicht über seine Lippen, er gehöre nicht in die Reihe der hier Preisgekrönten. Nur einer behielt die Fassung und reagierte blitzschnell: Thomas Gottschalk griff die Kritik auf und fragte die anwesenden Intendanten der Fernsehanstalten, ob sie Sendezeit frei machten, um genauer zu sehen, was denn Reich-Ranicki missfiel. Nach deren Zustimmung und nachdem auch Reich Ranicki mit einem solchen Gespräch einverstanden war, kam die nächste Überraschung: 

 

Reich-Ranicki, offensichtlich gerührt von so viel Geistesgegenwart und Entgegenkommen, erzählte umständlich noch eine Geschichte von dem großen Cellisten Rostropowitsch und dem Dirigenten Karajan, nur um Thomas Gottschalk auf offener Bühne das Du anzubieten.  

Auf youtube ist dies zu sehen. Bitte hier klicken.

Beide, Gottschalk und Reich-Ranicki sind mit der LMU verbunden.     

 

Marcel Reich-Ranicki

Ehrenpromotion der LMU

Studieren konnte Reich-Ranicki nicht: Er konnte zwar sein Abitur machen, aber sein Antrag auf Immatrikulation an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin (der jetzigen Humboldt Universität) wurde wegen seiner jüdischen Abstammung abgelehnt.

Aber die Verhältnisse in Deutschland spielten ihm noch schlimmer mit: Reich-Ranicki wurde in das ihm fremde Polen ausgewiesen, schließlich wurde er in das Warschauer Ghetto gezwungen. Der Deportation in das Vernichtungslager Treblinka entkam Reich-Ranicki nur knapp, jahrelang musste er untertauchen.

Als ihm bekannt wurde, dass sich Thomas Mann von der NS-Herrschaft öffentlich distanziert hatte, wurde dieser nicht nur in literarischer, sondern auch in moralischer Hinsicht sein Vorbild.

In den Jahren unmittelbar nach dem Krieg arbeitete Reich-Ranicki für die polnische Geheimpolizei, zeitweise auch in London. Trotz seiner Verdienste – er erhielt Orden und Medaillen - endete seine Karriere abrupt. Der Geheimdienst und das Außenministerium entließen ihn wegen „ideologischer Entfremdung“, die kommunistische Polnische Arbeiterpartei schloss ihn aus.

Nun startete Reich-Ranicki seine literarische Karriere, erst als freier Schriftsteller, dann immer mehr als Literaturkritiker.    

 

Thomas Gottschalk

Studium von Germanistik und Geschichte für das Grund- und Hauptschullehramt an der LMU

Seine Eltern waren Flüchtlinge, da wundert es nicht, dass sich Gottschalk schon als Gymnasiast nebenher Geld verdienen musste; er jobbte als DJ, er erteilte Nachhilfeunterricht, und zusätzlich arbeitete er noch als Kinder- und Jugendbetreuer der katholischen Kirche. Das Studium wurde ihm durch ein Stipendium der Deutschen Bischofskonferenz ermöglicht. Nebenher arbeitete er als freier Mitarbeiter für den BR Jugendfunk. Aber bald erhielt er eine Festanstellung beim BR und wurde erstmals populär als Moderator der Hörfunksendung Pop nach acht (auf Bayern 3). Der Beginn einer einzigartigen Karriere als Radio- und Fernsehmoderator.