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LMU Forscherpreise für exzellente Studierende 2018

Am 14.12.2018 hat die LMU 16 Preise im Rahmen des Programms Lehre@LMU vergeben. Darunter wurden die besten studentischen Forschungsprojekte mit dem LMU Forscherpreis für exzellente Studierende prämiert. Die systematische Integration von Forschungs- und Praxisorientierung in die Lehre ist ein Ziel des Programms im Rahmen des Qualitätspakts Lehre. Dazu gehört unter anderem, dass Studierende bereits während des Studiums die Gelegenheit haben, ein Forschungsprojekt weitgehend selbstständig durchzuführen. Die Preise werden von der LMU jährlich vergeben und im Rahmen dieser Preisverleihung erstmalig mit Unterstützung der Münchener Universitätsgesellschaft, durch die zwei zusätzliche LMU Forscherpreise vergeben werden konnten.

Das Foto zeigt eine der beiden ausgezeichneten Forschergruppen mit Herrn Prof. Dr. Dr. Peter Höppe

1. Forschungspreis der Münchener Universitätsgesellschaft für:
Bachelorphase/Grundstudium

Identifikation von neuen immunologischen Mechanismen bei kindlichem Asthma bronchiale
Bettina Anselm, Hedwig Grella, Simone Hüttner, Johanna Krusche, Alexander Neuner, Tatjana Nicklas, Elisabeth Nowak, Katharina Johanne Rehbach, Kim Susanne Schultis, Julia Valeria Stefanie Schüßling, Elif Turan, Vanessa Isabella Vogelsang (Medizinische Fakultät)

Dieses mit Unterstützung der Münchener Universitätsgesellschaft ausgezeichnete Forschungsprojekt zwölf Studierender aus der Arbeitsgruppe von PD Dr. Bianca Schaub untersuchte erfolgreich auf experimentellem Wege immunologische Mechanismen, die bei der Entwicklung von Asthma im Kindesalter eine Rolle spielen. Insbesondere stand dabei im Fokus, inwieweit umwelt-vermittelte Mechanismen zu einem Schutz vor Allergien führen können. Sowohl der Umfang der Arbeiten, als auch deren Originalität sind beeindruckend: Die Studierenden haben von der Rekrutierung der Kinder, über die Etablierung der experimentellen Protokolle für kleine Kinder, bis zur Durchführung der Messprotokolle und der statistischen Auswertung hervorragende Arbeit geleistet und neue, wegweisende Ergebnisse erzielt. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden bereits in diversen Publikationen dargestellt. Sie sind von großer Bedeutung für die Vorbeugung von kindlichem Asthma und bieten gute Anschlussmöglichkeiten für weitere Forschungsprojekte.

2. Forschungspreis der Münchener Universitätsgesellschaft für:
Gemischte Gruppe von Studierenden im Bachelor- und im Masterstudium

*AST – Advanced Search Tools for Wittgenstein, History and more
Florian Babl, Oksana Budurova, Florian Landes, Matthias Lindinger, Ines Röhrer, Azada Rustamova, Stefan Schweter, Sebastian Still und Sabine Ullrich (Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften)

Die mit Unterstützung der Münchener Universitätsgesellschaft ausgezeichnete Gruppe von insgesamt neun Bachelor- und Master-Studierenden bzw. -Absolventen hat unter Betreuung von Dr. Maximilian Hadersbeck maßgeblich an der Erweiterung an der FinderApp WiTTFind sowie an der Entwicklung des WiTTReaders, OdysseeReaders und der HistoFinder App mitgewirkt. Die Apps, mit denen sich z.B. der von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhobene Nachlass von Ludwig Wittgenstein durchsuchen lässt, basieren auf neuartigen Verfahren der Computerlinguistik wie Machine-Learning und semantischen Suchmethoden. Als ein herausragendes Anwendungsbeispiel hat die Gruppe den schwierigen und komplexen Schreibprozess eines der wichtigsten philosophischen Werke des 20. Jahrhunderts, Ludwig Wittgensteins Tractatus, auf neuartige Weise zugänglich gemacht. Das Projekt hat somit nicht nur einen absolut innovativen Beitrag zur editionsphilologischen Arbeit geleistet, sondern editorische Grundsatzfragen der Philologie mit neuester Digitaltechnik verknüpft.

Für den LMU Forscherpreis für exzellente Studierende waren 21 Vorschläge aus elf Fakultäten eingegangen. Eine Jury, in der alle vier Fächergruppen und die verschiedenen Statusgruppen der LMU vertreten sind, hat aus den Vorschlägen der Fakultäten zwölf Preisträger ausgewählt. Zwei der Preise konnten in diesem Jahr durch die Unterstützung der Münchener Universitätsgesellschaft vergeben werden. Die Projekte werden nach den Kriterien der erfolgreichen Durchführung des Projektes, Umfang und Originalität des Erkenntnisgewinns sowie Potenzial für Anschlussprojekte bewertet. Der Preis ist mit jeweils 1.000 Euro pro Projekt dotiert.

Weitere Informationen zum Qualitätspakt Lehre: www.lmu.de/pro-lehre