Die Pressestelle der LMU feiert 50-jährigen Bestehen

Ungewöhnlich, die Förderung der Münchner Universitätsgesellschaft, die heute vor 50 Jahren, also am 16. Oktober 1968 begann. Die Ludwig-Maximilians-Universität eröffnete eine Presseabteilung, der Sprecher wurde von der Gesellschaft finanziert.

Es waren unruhige Zeiten, nicht nur in Berlin und Frankfurt schlugen die Wogen hoch, auch in München und an der LMU kam es zu Beben im akademischen Freiraum, zunächst nur als Störungen bei der Rektoratsübergabe oder der Gedenkfeier für die Weiße Rose. Die Ereignisse eskalierten dann im April 1968 nach dem Attentat auf Rudi Dutschke. Bei der Belagerung des Münchener Buchgewerbehauses kamen der Reporter Klaus Frings und der Student Rüdiger Schreck ums Leben. Zum Glück gelang es Politikern und Studierenden, aber auch der Polizei, bei einer Großkundgebung auf dem Königsplatz die Gewaltbereitschaft einzudämmen. Dennoch: Die Gräben waren gezogen.

In dieser Zeit also war die Etablierung einer Pressestelle eine richtige Entscheidung, die es möglich machte, die Entwicklung der in der LMU sachgerecht darzustellen. Die Bildungspolitik hatte bei Weitem nicht Schritt halten können mit den Bedürfnissen der Lehrenden und Lernenden. Reformen waren notwendig und die LMU erlebte die bedeutendste Reformzeit ihrer Geschichte. So gab, als nur ein Beispiel, der Rektor nach Hunderten von Jahren die Alleinherrschaft ab, als eine der ersten deutschen Hochschulen führte die LMU die kollegiale Verfassung ein.

Der Mann, der all diese Entwicklungen nach innen und nach außen kommunizierte war eine glückliche und erfolgreiche Wahl. Dietmar Schmidt übte das Amt des Pressesprechers über 30 Jahre aus, am Anfang war es ganz besonders wichtig Transparenz zu schaffen, um dem Vorwurf entgegen zu treten, dass in den Universitätsgremien Geheimniskrämerei betrieben wird. Dann hat sich Dietmar Schmidt um die internationalen Kontakte verdient gemacht. So war er bei der Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Europäischen Hochschulpressereferenten ebenso dabei, wie bei der Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftsjournalisten Mitteleuropa, deren Vorsitzender er später einmal war; er war deutscher Delegierter bei dem Dachverband der Europäischen Wissenschaftsjournalistenorganistion und vieles mehr.

Noch heute ist Dietmar Schmidt der LMU engverbunden, so gibt es sicher kein Stiftungsfest, an dem er nicht teilnimmt. Selbstverständlich ist Dietmar Schmidt Mitglied der Münchener Universitätsgesellschaft, seinem ersten Arbeitgeber.